Ist etwas passiert? Warte nicht.

Suche nach einem möglichen relevanten HIV-Kontakt sofort ärztliche Abklärung — am besten innerhalb der ersten 24 Stunden und spätestens innerhalb von 72 Stunden.

Was ist PEP?

Die Postexpositionsprophylaxe ist eine Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten nach bestimmten möglichen HIV-Expositionen. Sie soll verhindern, dass sich eine Infektion etabliert. Sie ist keine Impfung, keine Behandlung einer bereits bestätigten HIV-Infektion und schützt nicht vor allen sexuell übertragbaren Infektionen. Die Beurteilung klärt, ob der Nutzen die Einnahme rechtfertigt.

PEP — innerhalb von 72 Stunden nach einem Risikokontakt handeln

Eine kurze Erklärung der Postexpositionsprophylaxe. Suche bei einem möglichen Risiko sofort medizinische Hilfe.

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Wann sie infrage kommt

Bei bestimmten sexuellen Kontakten, einem gerissenen Kondom, gemeinsam genutztem Injektionsmaterial oder dem Kontakt von Schleimhaut beziehungsweise verletzter Haut mit möglicherweise infektiöser Flüssigkeit. Nicht jeder Sex und nicht jeder unbekannte Status erfordert eine PEP. Entscheidend sind die Art des Kontakts, der Zeitpunkt, die Flüssigkeit, der Zustand des Partners und die verwendete Prävention.

Was ich beim ersten Gespräch sagen sollte

Nenne das genaue oder ungefähre Datum und die Uhrzeit, die Art des Kontakts, ob ein Kondom verwendet wurde und ob du PrEP-Dosen ausgelassen hast. Wenn bekannt, teile den HIV-Status und die Viruslast des Partners mit, ohne die Abklärung durch die Suche nach Unterlagen zu verzögern. Informiere über Medikamente, Allergien, Nieren- oder Lebererkrankungen und eine mögliche Schwangerschaft.

Ein Partner mit HIV und U=U

Ein Mensch, der unter Behandlung dauerhaft eine nicht nachweisbare Viruslast hat, überträgt HIV nicht sexuell. Eine positive Diagnose allein bedeutet nicht automatisch, dass PEP erforderlich ist. Sind Viruslast oder Einnahme nicht bekannt, beurteilt der Arzt die Situation. Verzögere den ersten Kontakt mit einem medizinischen Team nicht, während du versuchst, alles selbst zu klären.

Wenn ich PrEP einnehme

Korrekt angewendete PrEP kann bedeuten, dass keine zusätzliche PEP erforderlich ist. Die Entscheidung hängt vom Präparat, dem Schema, den letzten Dosen und der Exposition ab. Bringe die Verpackung oder den Namen des Medikaments mit. Ergänze nicht eigenständig Tabletten aus anderen Behandlungsschemata und verdopple Dosen nicht als improvisierte Prophylaxe.

Warum die Zeit so wichtig ist

PEP wirkt am besten, wenn sie früh begonnen wird. Die Grenze von 72 Stunden ist kein Grund, bis zum dritten Tag zu warten. Wenn mehr Zeit vergangen ist, lass dich trotzdem zu Tests und künftiger Prävention beraten, rechne jedoch nicht damit, dass eine Standard-PEP verordnet wird. Nenne bei wiederholten Kontakten auch den Zeitpunkt des letzten Kontakts.

Untersuchungen zu Beginn

Üblicherweise erfolgen ein HIV-Test sowie je nach Kontakt eine Beurteilung der Nieren- und Leberfunktion und Tests auf Hepatitis und andere Infektionen; bei Bedarf auch ein Schwangerschaftstest. Der HIV-Ausgangstest kann eine Infektion durch einen gerade erfolgten Kontakt nicht ausschließen. Ist PEP angezeigt, wird die erste Dosis nicht wegen ausstehender Laborergebnisse verzögert.

Dauer und Einnahme

Die Standardbehandlung dauert 28 Tage. Die konkreten Medikamente werden ärztlich unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen und Gesundheitszustand gewählt. Plane, wie du die Medikamente für den gesamten Zeitraum erhältst und wann das erste Kontrollgespräch stattfindet. Brich die Einnahme nicht ab, nur weil du dich gut fühlst oder ein früher Test negativ ist.

Vergessene Dosis, Erbrechen oder Nebenwirkungen

Befolge die schriftlichen Anweisungen zu deinem Schema und kontaktiere das Team rechtzeitig. Nimm nicht willkürlich eine doppelte Dosis. Leichte Übelkeit oder Magenbeschwerden lassen sich behandeln; anhaltendes Erbrechen, Ausschlag oder andere deutliche Symptome müssen abgeklärt werden. Eine Anpassung des Schemas kann möglich sein, statt die Behandlung eigenständig abzubrechen.

Kontrolluntersuchungen

Die Nachsorge gehört zur Behandlung. Die CDC empfiehlt 2025 einen Labor-Antigen-Antikörper-Test und einen HIV-NAT-Test zur Kontrolle etwa 4–6 Wochen und abschließend etwa 12 Wochen nach der Exposition, mit Anpassungen für bestimmte Situationen. Das Behandlungsteam passt den Plan an die verfügbaren Tests und das örtliche Protokoll an. PrEP/PEP können den Nachweis verzögern; ein früher negativer Test beendet deshalb nicht die Nachsorge.

Sex während und nach der PEP

PEP bietet keinen allgemeinen Schutz bei neuen Kontakten. Verwende ein Kondom beziehungsweise eine Barriere und teile kein Injektionsmaterial; besprich eine neue Exposition mit dem Team. Bei Beschwerden wird auch auf andere Infektionen getestet. Setze die geplanten HIV-Tests fort, selbst wenn die Behandlung problemlos abgeschlossen wurde.

Übergang von PEP zu PrEP

Wenn künftige Expositionen wahrscheinlich sind, sprich schon während der PEP über PrEP. Nach geeigneter Beurteilung und einem HIV-Test kann der Übergang unmittelbar nach der Behandlung erfolgen. Dadurch entfallen die späteren HIV-Tests nicht. Ziel ist eine dauerhafte Prävention, die zu deinem Leben passt.

Nach sexualisierter Gewalt

Du verdienst ruhige und respektvolle Hilfe. Zur medizinischen Beurteilung können PEP, die Versorgung von Verletzungen, die Abklärung anderer Infektionen und bei Bedarf Notfallverhütung gehören. Du musst das Geschehene nicht perfekt formulieren können, um Hilfe zu suchen. Begib dich bei unmittelbarer Gefahr zuerst an einen sicheren Ort und suche dringende Unterstützung.

Konsultation und praktische Bedingungen

Auf der Seite zur PEP-Konsultation findest du Informationen zum aktuellen Online-Format und den Bedingungen. Zahlung und administrative Schritte dürfen die dringende ärztliche Beurteilung oder eine angezeigte erste Dosis nicht verzögern.

Während du medizinische Hilfe organisierst

Notiere die Uhrzeit des Kontakts und nimm deine vorhandenen Medikamente oder eine Liste ihrer Namen mit. Verliere keine Zeit damit, aus Internettabellen einen genauen Risikoprozentsatz zu errechnen. Das CheckPoint-Team klärt nach der individuellen Beurteilung die nächsten Schritte. Eine verfügbare Online-Konsultation bedeutet nicht automatisch, dass das Medikament am selben Ort erhältlich ist.

Drei Zeitpunkte, drei unterschiedliche Fragen

Zu Beginn geht es darum, ob der Kontakt eine PEP erfordert und wie sie rechtzeitig begonnen werden kann. Während der Behandlung darum, die Einnahme abzuschließen und Probleme zu bewältigen. Danach darum, welche Kontrolltests die Beurteilung abschließen und welche Prävention künftig geeignet ist. Notierte Termine helfen, diese Schritte auseinanderzuhalten.

Was das Ergebnis am ersten Tag nicht bedeutet

Ein negativer Ausgangstest beweist nicht, dass der gerade erfolgte Kontakt sicher war. Ein positiver Ausgangstest beweist ebenfalls nicht, dass die Infektion auf diesen Kontakt zurückgeht. Deshalb gleicht das medizinische Team den zeitlichen Verlauf, frühere Ergebnisse und Bestätigungstests ab. Setze Medikamente nicht allein aufgrund deiner eigenen Deutung eines einzelnen Ergebnisses ab und ändere sie nicht selbstständig.

Muss ich erst einen positiven Test abwarten?

Nein. PEP dient der Prävention vor einer etablierten Infektion und ist zeitkritisch. Ausgangstest und Beurteilung gehören zum Ablauf, doch ausstehende Ergebnisse dürfen eine angezeigte erste Dosis nicht verzögern.

Kann ich nach mehr als 72 Stunden beginnen?

Üblicherweise wird PEP nach dieser Frist nicht empfohlen. Suche ärztliche Beratung zu Tests und künftiger Prävention; verzichte nicht auf Versorgung.

Garantiert PEP, dass keine HIV-Infektion vorliegt?

Sie ist keine absolute Garantie. Ein früher Beginn, die vollständige Behandlung und die Nachsorge sind wichtig. Die abschließende Beurteilung erfolgt anhand geeigneter Kontrolltests.

Verhütet PEP eine Schwangerschaft?

Nein. Besprich bei einer entsprechenden Möglichkeit gesondert Notfallverhütung und geeignete Untersuchungen.

Muss ich zuerst eine Online-Konsultation bezahlen?

Ein administrativer Schritt darf die dringende Abklärung nicht verzögern.

Was ist, wenn mein Partner seinen Status nicht kennt?

Ein unbekannter Status allein entscheidet nicht. Der Arzt beurteilt den Kontakt, den Zeitpunkt und weitere Faktoren; schiebe die Beratung nicht auf.

Kann ich statt PEP die PrEP eines Freundes nehmen?

Improvisiere kein Einnahmeschema. PEP erfordert eine geeignete Kombination und einen ärztlichen Plan. Suche sofort eine Abklärung.

Ist Nachsorge nötig, wenn ich mich gut fühle?

Ja. Symptome zeigen nicht, ob die Prophylaxe erfolgreich ist. Die HIV-Kontrolltests bleiben Teil des Plans.

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Was kann ich jetzt tun?

Die Wahl des Tests hängt vom Kontakt, der Probenstelle und der seitdem vergangenen Zeit ab.

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PrEP und PEP — Medikamente zum Schutz vor HIV

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